Logo aktuell 2018 schwarzBurgenverein Schloss Oberstein


Der Wappensaal

wappensaalDer größte Saal des Schlosses diente als repräsentativer Ort für Versammlungen und Feste, besonders nachdem Wirich IV. zu Daun-Oberstein die Burg um 1475 zum Schloss umgebaut hatte. Mit dem Tod von Philipp Franz begann der Niedergang des Schlosses, das seit 1624 nur noch von Amtsleuten bewohnt war.

Auch aufgrund eines Schlossbrandes standen nur noch die Mauern, als der Burgenverein um 1990 mit dem Wiederaufbau des Wappensaales begann. Noch aus der Zeit Wirichs IV. jedoch stammt der spätgotische Kamin.

Der Burgenverein zeigt mit der Ausgestaltung dieses Saales die vielfältigen Verbindungen des Geschlechtes Daun-Oberstein zu mächtigen Familien des Reiches auf.

wappenDer Sohn Wirichs IV. war von 1508 bis 1515 Erzbischof von Köln und damit Inhaber eines der höchsten kirchlichen Ämter im Reich, mit dem auch die Kurwürde verbunden war. So wurde Philipp II. zu Daun-Oberstein zu einem der sieben Kurfürsten, die den deutschen König wählen durften. Dafür musste er eine Ahnenprobe ablegen, in der er den Nachweis zu erbringen hatte, dass seine 16 Ururgroßeltern alle von Adel waren. Ihre Wappen sind auf den Konsolensteinen der Balkendecke angebracht.

Gegenüberliegende Konsolen sind mit den Wappen der Familien eines Ehepaares verziert - links des Kamins die Ururgroßväter väterlicherseits, rechts diejenigen mütterlicherseits.

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Der alte Eingang

Ein Tunnel verbindet die Eingangshalle mit dem Innenhof des Schlosses. Von dort gelangt man durch ein massives Holztor zu den Resten des Südturms. Seit dem Ausbau des Schlosses im späten 14. Jahrhundert wurde diese Tür durch eine Zugbrücke gesichert. Besucher mussten einen Bohlenweg - acht Meter über dem Abgrund - passieren, bevor sie den Innenhof betreten konnten. Der heutige Zugang zu Schloss Oberstein entstand erst Jahrhunderte später.

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Der Löwenkeller

loewenkeller 5Um längere Belagerungen zu überstehen war es wichtig, über genügend Vorräte zu verfügen. Man brauchte quasi einen vollen Kühlschrank! Doch leider wurde dieser erst 700 Jahre später erfunden. Darum half man sich durch Pökeln (in Salz einlegen) und Räuchern. Die so haltbar gemachten Delikatessen wie Schinken, Würste oder Fische lagerte man im so genannten Löwenkeller. Dort hingen sie an der Decke und wartete darauf, bei einem mittelalterlichen Gelage verzehrt zu werden. Der Löwenkeller befindet sich an der nordwestlichen Spitze des Untergeschosses, unter dem Wilhelm-Wirich Trakt. Er dient heute als Rahmen für zünftige Spießbratengelage.

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Der Eingang

Der heutige Zugang zum Schlossinnern erfolgt über den Eingang, vor dem sich eine sechsstufige Sandsteintreppe erstreckt. Über dem Eingang befindet sich das Allianzwappen, mit dem Wirich IV. seine vornehme Herkunft dokumentierte.

 

 

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Der Innenhof

innenhof

Aufgrund der häufigen Umbauten und Erweiterungen in der fast 700-jährigen Geschichte der Burg und des späteren Schlosses Oberstein kann nicht immer rekonstruiert werden, wie einzelne Gebäudetrakte im Lauf der Jahrhunderte ausgesehen haben und wie sie genutzt wurden.

Als gesichert gilt, dass der heutige Innenhof der älteste Teil der Anlage ist. Hier stand um 1330, als die Burg erstmals urkundlich erwähnt wurde, ein einfaches, gut befestigtes Wohngebäude, das noch bis 1855 genutzt wurde.

Der runde Treppenturm dürfte aus dem 15. Jahrhundert datieren. Er führt zum Südost-Flügel, der 1650 wieder aufgebaut wurde, nachdem Teile dieses Trakts ins Tal gestürzt waren.

 

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Adresse

Burgenverein Schloss Oberstein e.V.

Auf'm Soder 2

55743 Idar-Oberstein

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